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| © 2006 |
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Pfarre Bergau |
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Allgemeines
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Dörfer:
Katholiken: 367
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| Mehr über Geschichte und heutige Situation der einzelnen Dörfer: |
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| Bergau |
Obergrub |
Porrau |
Einwohner:
HWS: 203
ZWS: 24
Fläche: 9,70 km2
Gemeinde: Göllersdorf
Auf eine prähistorische Besiedlung der Gegend lassen nicht nur Bodenfunde schließen, sondern auch zwei künstliche Hügel (Tumuli) in der Ortschaft, der Würfel- und der Riedlberg. 1203 wird Bergau erstmals schriftlich genannt und zwar taucht "Hugo de Pergowe" als Zeuge in einer Schenkungsurkunde auf (obgleich manche Historiker meinen, daß er mit "Hugo de Parawe" identisch sei!). Das Geschlecht der Pergauer besaß umfangreiche Besitzungen im Süden Wiens, ihre Stellung im Weinviertel ist in der Forschung noch unklar. Allmählich wurde die Stellung der Puchheims für Bergau wichtiger und all die Jahrhunderte bis zur Aufhebung der Grundherrschaft gehörte die Herrschaft Bergau den Grafen Schönborn-Puchheim.
Bereits Mitte des 16. Jahrhunderts wird eine kleine Betkapelle im Dorf erwähnt, das pfarrlich zu Göllersdorf gehörte. Um 1755 wurde diese Kapelle vergrößert, angeblich nach Plänen Lukas von Hildebrandts, und 1784 die Pfarre Bergau zusammen mit Porrau und Obergrub errichtet.
Bis 1967 befand sich auch eine Schule im Ort.
1972 wurde Bergau der Großgemeinde Göllersdorf eingemeindet. Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gesunken. Das Gasthaus hatte nur für Gruppen und Feiern geöffnet, das neuerbaute Feuerwehrhaus hat zum Teil die Aufgaben als Kommunikationszentrum übernommen. Die örtliche Feuerwehr, die Jagdgesellschaft und die Jugend prägen das Vereinsleben.
Pfarrkirche:
Der Vorläuferbau der heutigen Pfarrkirche, die dem Heiligen Ägidius geweiht ist, stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und wurde etwa 100 Jahre später erstmals erweitert (angeblich nach Plänen Lukas von Hildebrandts). 1829 wurde die Kirche, die mittlerweile Pfarrkirche geworden war, nochmals vergrößert und die Sakristei angebaut.
Der barocke Saalbau besitzt ein auffälliges Gestühl, das vermutlich aus einer aufgehobenen Klosterkirche hierher kam. Ein Blickfang ist auch das Gewölbefresko der Bergpredigt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.